Glossar

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Ablation

Unter Ablation versteht man in der Physik ganz allgemein das Abtragen von Material durch thermisch-mechanische Belastungen. Ablativ wirkende Stoffe sind in der Lage, den Wärmedurchgang zu verzögern. Dies erfolgt in der Regel dadurch, dass in den Stoffen Komponenten enthalten sind, die eine Art Hitzeschild bilden, sobald diese Stoffe Hitze durch Konvektion oder Strahlung ausgesetzt werden.

Abrieb

Unter Abrieb versteht man den entstandenen Materialverlust an der Oberfläche, der durch das Auftreten von Relativbewegungen entsteht.

Anorganische Isoliermaterialien

Zu diesen Stoffen gehören alle Materialien, die keinen Kohlenstoff beinhalten. Zu dieser Gruppe gehören zum Beispiel Metalle und Stähle. Im Hinblick auf die Isoliermaterialien verstehen wir diejenigen Materialien als anorganische Werkstoffe, die nicht über eine organische Matrix verfügen. Diese Materialien sind für deutlich höhere thermische Belastungen geeignet, weisen aber in der Regel deutlich geringere mechanische Festigkeiten auf.

Biegefestigkeit

Die Biegefestigkeit in der technischen Mechanik ist ein Wert für eine Biegespannung in einem auf Biegung beanspruchten Bauteil, bei dessen Überschreiten das Versagen durch Bruch des Bauteils eintritt.

Composites

Unter dem Begriff „Composite“ versteht man einen Verbund aus unterschiedlichen Materialien, die zu einem Werkstoff zusammen gefügt werden.

Dichte

Die Dichte beschreibt das Verhältnis zwischen Masse und Volumen eines Werkstoffes. Angegeben wird dieser Wert meist in Gramm pro Kubikzentimeter. Die Formel lautet: p = m/v (p = Dichte; m = Masse; v = Volumen)

Dimensionsstabilität

Dimensionsstabilität bezeichnet die Eigenschaft von Stoffen, unter wechselnden Bedingungen (Temperatur, Luftfeuchtigkeit) maßhaltig zu bleiben.

DIN 52 612

In dieser Normung des Deutschen Institutes für Normung wird die Prüfung der Wärmeleitfähigkeit eines Werkstoffes in Betracht gezogen.

DIN EN ISO 9001

Diese Norm umschreibt eine Qualitätsmanagementnorm, welche Anforderungen des Managementsystems eines Unternehmens aufzeigt und beschreibt.

DIN ISO 2768

Diese Norm befasst sich mit den Allgemeintoleranzen der Fertigung einzelner Bauteile.

Druckfestigkeit

Bruchwert einer Materialprobe, die auf Druck belastet wird. Der Bruchwert wird in N/mm² angegeben. Durch Einwirken von Druckkräften auf einen Werkstoff wird die Druckfestigkeit eines Werkstoffes ermittelt. Die Druckfestigkeit wird normalerweise ausgedrückt als Kraft pro Fläche (in N/mm²). Bestimmt nach dem Verfahren gemäß EN ISO 604.

Duroplast

Duroplaste (auch Duromere genannt) sind Kunststoffe, die nach der Aushärtung nicht mehr verformt werden können. Hauptbestandteil von Duroplasten sind glasartige Polymerwerkstoffe.

E-Modul

Der Elastizitätsmodul (E-Modul) ist ein Materialkennwert aus der Werkstofftechnik. Hier wird der Zusammenhang zwischen Spannung und Dehnung bei der Verformung eines festen Körpers bei linear elastischem Verhalten beschrieben.

Ebenheit

Die Ebenheit ist eine Angabe über die Formtoleranz eines Bauteils, die sich durch Schleifen oder Fräsen eines Bauteils in dieser befinden muss. Die Grenze dieser Toleranz ergibt sich aus zwei gedachten Flächen die parallel zur erzeugten Fläche mit diesem Bauteil entsteht.

Elastomer

Elastomere sind im Gegensatz zu Duroplasten elastisch verformbare  Kunststoffe. Durch Zug- und Druckbelastung können sich Elastomere verformen. Allerdings fallen diese wieder in ihre Ursprungsgestalt zurück sobald die Belastung nicht mehr auftritt.

Faserzement

Unter Faserzement versteht man einen Verbundwerkstoff aus Zement und zugfesten Fasern. Die Haupteigenschaft eines Faserzements ist Langlebigkeit, nicht Brennbarkeit und weist ein verhältnismäßig geringes Gewicht auf.

Flächenpressung

Werden zwei Festkörper mit einer Kraft aufeinander gedrückt, so spricht man von Flächenpressung. Die Verteilung der Kraft auf die Berührungsfläche der einzelnen Körper wird hierbei in Betracht gezogen. Die Einheit der Flächenpressung wird in Pascal angegeben (1 Pascal = 1 N/m² bzw. 1 MegaPascal = 1 N/mm²)

Form- und Lagetoleranz

Allgemeintoleranzen für Form und Lage (ISO 2768-2) gelten für alle nicht separat angegebenen Form- und Lagetoleranzen in einer Zeichnung und werden über dem Schriftfeld im sogenannten Zeichnungskopf angegeben. Mit deren Hilfe wird die fertige Gestalt eines Werkstückes im Montage- oder Funktionszusammenhang toleriert.

FP-BRA-Beschichtung

Schutzbeschichtung, die vor allem auf unsere organischen Isoliermaterialien aufgebracht werden kann. Diese Beschichtung schützt unsere Materialien gegen Öle und andere Medieneinflüsse und erhöht somit die Nutzungsdauer.

GFK

GFK ist die Abkürzung für glasfaserverstärkter Kunststoff. Als Basis kommen sowohl duroplastische Kunststoffe als auch thermoplastische Kunststoffe in Frage. Meist wird dieser Kunststoff aus verschiedenen Harztypen und Glasfasern zu einem Laminat hergestellt.

Gleitreibung

Gleitreibung tritt an den Kontaktflächen zwischen Körpern auf, die sich relativ zueinander bewegen. Die Gleitreibungskraft ist meist geringer als die Haftreibungskraft bei gleicher Normalkraft.

Glimmer

Glimmer ist eine Gruppe von Silikatwerkstoffen. Glimmer gehören zu den häufigsten gesteinsbildenden Mineralen und sind wichtige Bestandteile vieler magmatischer (beispielsweise Granite, Diorite, Pegmatite) und metamorpher (Glimmerschiefer, Gneise) Gesteine.

Linearer Ausdehnungskoeffizient

Der lineare thermische Ausdehnungskoeffizient gibt die relative Änderung eines Werkstoffes je Grad Temperaturerhöhung an. Der hierfür verantwortliche Effekt ist die Wärmeausdehnung. Bei den in der Kennwerttabelle angegebenen Werten auf unserer Produktdetailseite handelt es sich um die Ausdehnung in X- und Y-Richtung (Länge und Breite). Weitere Werte erhalten Sie gerne auf Anfrage.

Organische Isoliermaterial

Im Hinblick auf die Isoliermaterialien verstehen wir diejenigen Materialien als organische Werkstoffe, die über eine organische Matrix verfügen. Diese Materialien sind für thermische Belastungen bis ca. 350 °C geeignet, weisen aber in der Regel deutlich höhere mechanische Festigkeiten als anorganische Isoliermaterialien auf.

Parallelität / Planparallelität

Wenn zwei plane Flächen parallel zu einander sind, spricht man von Planparallelität. Hierbei wird unter planen Flächen sinngemäß eine räumliche Anordnung von Punkten in einer Ebene bezeichnet.

Prepreg

Prepreg ist die englische Kurzform für „preimpregnated fibres“. Diese sind mit Reaktionsharzen vorimprägnierte textile Halbzeuge, die zur Herstellung von Bauteilen unter Temperatur und Druck ausgehärtet werden.

REACH

REACH steht für „Registration, Evaluation, Authorisation and Restriction of Chemicals“, also für die „Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung von Chemikalien“. Die Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 (REACH-Verordnung) ist eine EU-Chemikalienverordnung, die am 1. Juni 2007 in Kraft getreten ist. Sinngemaß basiert das Reach-System auf dem Grundsatz der Eigenverantwortung der Industrie. Nach dem Prinzip „no data, no market“ dürfen innerhalb des Geltungsbereiches nur noch chemische Stoffe in Verkehr gebracht werden, die vorher registriert worden sind.

Roving

Als Roving wird ein Bündel aus parallel angeordneten Filamenten (Endlosfasern) bezeichnet, der überwiegend in der Fertigung von Faserverbundkunststoffen oder faserverstärkten Kunststoffen verwendet wird.

Schlagzähigkeit

Die Schlagzähigkeit beschreibt die Fähigkeit eines Werkstoffes, Stoßenergie und Schlagenergie zu absorbieren ohne zu brechen. Die Berechnung der Schlagzähigkeit wird als das Verhältnis aus Schlagarbeit und Probekörperquerschnitt angegeben. Die Maßeinheit für die Schlagzähigkeit wird in Kilojoule/m² angegeben.

Standardplatte

Bei einer Standardplatte handelt es sich um den größtmöglichen, unbearbeiteten Zuschnitt eines Produktes.

Thermoplast

Thermoplaste, auch Plastomere genannt, sind Kunststoffe, die sich in einem bestimmten Temperaturbereich verformen lassen. Dieser Vorgang ist reversibel, das heißt, er kann durch Abkühlung und Wiedererwärmung bis in den schmelzflüssigen Zustand beliebig oft wiederholt werden, solange nicht durch Überhitzung die sogenannte thermische Zersetzung des Materials einsetzt.

Wärmeleitzahl

Die Wärmeleitzahl, auch Wärmeleitfähigkeit genannt, ist eine Stoffeigenschaft zur Berechnung des Wärmestroms aufgrund der Wärmeleitung. Praktisch gesehen ist die Wärmeleitfähigkeit die in 1 Sekunde durch eine 1 Meter dicke Stoffschicht der Fläche 1 m² fließt, wenn der Temperaturunterschied 1 Kelvin ist.

Zugfestigkeit

Die maximale mechanische Zugspannung, die der Werkstoff aushält, bevor er bricht/reißt wird als Zugfestigkeit betitelt. Sie wird im Zugversuch aus der maximal erreichten Zugkraft bezogen auf den ursprünglichen Querschnitt der Probe errechnet. Die Dimension der Zugfestigkeit ist Kraft pro Fläche. Häufig verwendete Maßeinheiten sind Newton/mm² oder Megapascal.